Feldversuch Teilflächenspezifische Aussaat - Ernteergebnisse

Die beiden Feldstücke befinden sich in Donnerskirchen, westlich des Neusiedler Sees. Tafel 1 (ca. 13,2 ha) wurde so ausgesät, dass an Stellen, an denen die Bodenart eine bessere Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit aufweist, mehr Saatgut ausgebracht wurde. Bei Tafel 10 (ca. 9,5 ha) wurde eine andere Strategie verfolgt, nämlich: Weniger Saatgut bei „besserer“ Bonität. Die Aussaatstärken variieren von 120kg/ha bis 180kg/ha. Als Referenzmenge zum Vergleich wurde eine Saatstärke mit 150kg/ha definiert.  

Die Ernte 

Nach dem Aufwuchs und dem Abreifen der Winterweizen-Versuchsflächen wurde im Juli 2021 die Ernte der Versuchsparzellen durchgeführt. Als Erntemaschine diente ein Claas Lexion 670 mit einem MacDon FD75 FlexDraper Schneidwerk mit 10,50m Arbeitsbreite. Die Versuchsparzellen wurden einzeln in der gesamten Länge gedroschen und verwogen. Die Qualitätsmessung mittels Getreide-Analysegeräts erfolgte noch am Feld. Zusätzlich wurden die gezogenen Proben an das Labor der AGES übergeben.  

 

Claas Lexion 760 im Einsatz, bodenschonendes Raupenfahrwerk und 10,50m Schneidetisch

Die Ernteergebnisse 

Die Parzellen waren auf beiden Versuchsflächen abwechselnd (Referenz und teilflächenspezifisch) angelegt. Auf der Versuchsfläche Tafel 10 wurde noch eine weitere Parzelle mit noch stärkerer Variation in der Aussaat (Parzelle 7) hinzugefügt. Die Ernteergebnisse wurden zum besseren Vergleich auf einen Standard-Feuchtegehalt von 13 % gerechnet. Des Weiteren wurden die Ertragswerte auf ein Hektar hochgerechnet. Die qualitative Analyse wurde am Feld durchgeführt und die Proben auch zur exakten Qualitätsbestimmung an das Labor der AGES übermittelt.  Durch die teils großen Unterschiede in der Bodenleitfähigkeit ergaben sich für die Parzellen mit teilflächenspezifischer Aussaatmenge je nach Aussaat-Strategie im Vergleich zur Referenz-Aussaatmenge höhere bzw. niedrigere Aussaatmengen. In der Spalte „Differenz Saatgut“ wird die benötigte Aussaatmenge mit der Referenzmenge von 150 kg/ha verglichen. Durch die Aussaat-Strategie „Gute Bonität – höhere Saatstärke“ ergibt sich auf der Versuchsfläche Tafel 1 ein niedrigerer Saatgutaufwand, was sich auch im Ertrag im Vergleich zum Referenzertrag (Durchschnittsertrag aller Referenzparzellen) widerspiegelt. Bei der Versuchsfläche Tafel 10 wurde die Aussaat-Strategie „Gute Bonität – niedrigere Saatstärke“ gewählt. Durch den sehr unterschiedlichen Boden mit wechselnden Ton-, Schluff- und Sandanteilen erhöht sich hier die Aussaatmenge bei den teilflächenspezifischen Versuchsparzellen. Mit dieser Strategie konnte auch ein höherer Ertrag je Hektar im Vergleich zu den Referenzparzellen erzielt werden.