Gefahr in Verzug! Baum drohte auf Straße zu fallen
Leider keine Rettung für "schrägen" Baum, aber Happy End für Liegenschaftseigentümer und Verkehrsteilnehmer. Der Baum wurde abgetragen - keine Minute zu früh, wie sich rasch herausstellte.
Mitte Oktober entdeckte unser langjähriger Mitarbeiter im Baummanagement und MR Naturraummanagement-Sachverständiger, Benedikt Wallner, einen auffälligen Baum: Dieser war in Schrägstand geraten und lehnte bereits bedrohlich an einer Mauer beziehungsweise an einer St. Pöltener Plakatwand. Die Plakatwand selbst hatte sich aufgrund des Baumgewichts bereits gefährlich nach außen gebogen und drohte direkt in Richtung stark befahrener Straße umzukippen.
Durch einen Mauerspalt konnte Benedikt erkennen, dass sich am Stammfuß des Baumes sehr große Pilzfruchtkörper des "Flachen Lackporlings" angesiedelt hatten. Benedikt Wallner reagierte schnell und kontaktierte sofort die Stadtverwaltung, die wiederum umgehend den Eigentümer benachrichtigte. Auf Umwegen gelangte dann die Anfrage zwecks Begutachtung des Baumes direkt vom Eigentümer zum Maschinenring St. Pölten.
Andreas Lackner vom Maschinenring St. Pölten mobilisierte binnen kürzester Zeit seinen Baumpflege-Trupp und schon wurde gehandelt. Sofort war zu erkennen, dass der Baum schnellstens abgetragen werden musste, da er bereits ein großes Sicherheitsrisiko für die Hauseigentümer, für Passanten und alle anderen Verkehrsteilneher darstellte. Eine behördliche Straßensperrung hätte zu lange gedauert, daher rief Andreas Lackner direkt die Polizei zu Hilfe, meldete "Gefahr im Verzug", was eine sofortige Straßensperre möglich machte. Der Baum konnte somit Ast für Ast abgetragen werden, und das keine Minute zu früh, wie sich rasch herausstellte: Die Holzrestwand – so nennt man das verbleibende Holz eines innerlich vom Pilz ausgehöhlten Baumes – war bereits so dünn und an manchen Stellen des Baumes gar nicht mehr vorhanden, sodass der Baum tatsächlich kurz vor dem vollständigen Kippversagen stand.
Ein Glück, dass alle Beteiligten so schnell und unkompliziert reagiert haben – in diesem Fall Maschinenring, MR Naturraummanagement GmbH und die Stadtverwaltung St. Pölten.