Energieautarker Bauernhof - unabhängig und abgesichert

PV-Anlagen
Nahaufnahme von Photovoltaik Modulen auf einem schwarzen Dach.

Energieautarker Bauernhof - unabhängig und abgesichert

Familie Falk ist Mitglied beim Maschinenring Hartbergerland und führt einen Betrieb mit 12.000 Legehennen in St. Johann bei Herberstein. Mit Unterstützung der Maschinenring Elektrotechnik GmbH haben sie ihren Betrieb zu einem energieautarken Bauernhof gemacht.

Was waren die Beweggründe für die Installation der neuen Energielösung?

Die Familie hatte schon vorher zwei Photovoltaikanlagen in Betrieb, einmal 22 kWp und einmal 32 kWp, beide als Überschusseinspeiser betrieben. Da man am Betrieb jedoch bereits sehr zeitig in der Früh Strom für die Fütterung und die Eiabnahme braucht, konnten die Lastspitzen trotzdem nicht abgedeckt werden. Licht wird im Stall ab ca. 2 Uhr morgens benötigt, Fütterung und Eiabnahme finden um 5.30 Uhr statt. Um 8 Uhr, wenn die PV erst richtig startet, war man im Stall fertig. Daher liebäugelte man mit einer Speicherlösung, um den Eigenstrom optimal nutzen zu können. Auch die sinkenden Vergütungen für die Einspeisung sind mit in die Überlegungen eingeflossen. Ein wichtiger Beweggrund für die neue Energielösung war, dass man sich größtmögliche Unabhängigkeit gegenüber Energieversorgern, Netzbetreibern und dem Strompreis verschaffen wollte. Ein möglichst hoher Autarkiegrad war das Ziel. Auch die Notstromversorgung war ein Thema. Die Familie besitzt zwar ein Notstromaggregat, wollte sich aber noch besser absichern.

Was sind die größten Stromverbraucher am Betrieb?

Fütter-, Mahl- und Mischanlage, Lüftungs-anlage, Beleuchtung.

Für welche Anlage hat man sich entschieden?

Die bestehende Anlage wurde durch die Maschinenring Elektrotechnik GmbH um weitere 30 kWp erweitert und mit einem 117-kWh-Speicher kombiniert. (108 kWh des Speichers sind nutzbar, 8 % der Kapazität müssen bei Entladung im Speicher verbleiben.) Der neue PV-Anlagen-Teil wurde auf einem Wirtschaftsgebäude mit Südausrichtung installiert. Für den Speicher steht ein eigener Raum in einem Nebengebäude zur Verfügung. Im Alter will sich die Familie die Möglichkeit offenhalten, auf eine Luftwärmepumpe umzurüsten, die sie mit Eigenstrom versorgen will.

Wie hat sich die Energiesituation des Betriebs verbessert, welche Kosteneinsparungen gab es?

Im Jahresmittel können 95 % des Strombedarfs des Betriebs aus Eigenstrom abgedeckt werden. Die monatlichen Zahlungen an den Netzbetreiber konnten auf € 50,– gesenkt werden. Die Anlage ist auf eine Amortisationszeit von 8 Jahren ausgelegt.

Wurden Förderungen beantragt?

Ja, über das KPC-Förderprogramm Energieautarker Bauernhof.

Kommentar Johannes & Hildegard Falk:

„Mir ist es besonders wichtig zu betonen, wie zufrieden ich mit der Abwicklung über die Maschinenring Elektrotechnik war. Alles wurde sehr professionell berechnet, Liefer- und Montagezeiten sowie bautechnische Vorschriften wurden genau eingehalten und das Projekt war innerhalb kürzester Zeit umgesetzt.

Thomas Knaus hat uns sehr gut beraten, hat auf alle unsere Wünsche Rücksicht genommen und hat selbst sehr gute Ideen und Vorschläge eingebracht. Gemeinsam konnten wir die perfekte Lösung erarbeiten. Besonders gut hat mir auch das genau aufgeschlüsselte Angebot zum Fixpreis gefallen. Man wusste von Anfang an, worauf man sich einlässt – ohne versteckte Kosten. Das ist nicht selbstverständlich. Wir sind sehr froh, dass wir unser Ziel einer weitgehenden Autarkie vom Stromnetz und von Netzbetreibern erreichen konnten. Wir nutzen unseren eigenen Strom nun ideal und können uns selbst bestmöglich versorgen und unsere Lastspitzen abfedern. Strompreissteigerungen und Schwankungen der Einspeisevergütung tangieren uns jetzt nicht mehr. Erstaunlich ist für mich auch, wie schnell sich der Speicher wieder lädt. Wenn nach dem morgendlichen Stallgang 60 % ver- braucht sind, ist er innerhalb von nur 2–3 Stunden wieder voll. Unsere Tiere sind nun auch bei Stromausfällen gut versorgt, die Lüftungsanlagen laufen weiter. Für uns haben wir nun eine rundum stimmige Gesamtlösung unserer Energiesituation erreicht und diese auch vielen befreundeten Betrieben weiterempfohlen, die sich nun – nach anfänglicher Skepsis – ebenfalls mit dem Konzept beschäftigen.“