Ich spüre, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird

 

Aus unserer Reihe "Spannende Jobs beim Maschinenring": Landschaftsgärtner!
Wir haben diesmal Andreas Leitner, einen langjährigen und routinierten Mitarbeiter beim MR Südliches Waldviertel, auf einer Baustelle besucht.

 

Andreas, du bist Landschaftsgärtner. Was ist der Unterschied zwischen einem „normalen“ Gärtner und einem „Landschaftsgärtner“?
Gärtner, die draußen arbeiten und Gärten gestalten oder pflegen, sind Landschaftsgärtner. Wenn es rein um Blumen, Kräuter etc. geht, dann spricht man vom „normalen“ Gärtner.

 

Welche Ausbildung hast du dafür gemacht und wie lange dauerte sie?
Ich bin eigentlich gelernter Steinmetz, war am früheren Arbeitsplatz zuständig für Schriften, Ornamente usw. – also eher für den gestalterischen Teil. Da erkannte ich schon, dass ich gerne kreativ arbeite. Ich absolvierte im zweiten Bildungsweg eine Lehre zum Landschaftsgärtner, besuchte als außerordentlicher Schüler die Landesberufsschule Ansfelden/OÖ und machte die Lehrabschlussprüfung.

 

Und wie bist du auf die Idee gekommen, beim Maschinenring zu arbeiten?
Als in meiner ehemaligen Arbeitsstelle viele Mitarbeiter abgebaut wurden, habe ich viel darüber nachgedacht, was ich eigentlich wirklich will. Ich war dann ein paar Monate am Bau, stellte aber fest, dass das nicht das Richtige für mich war.
Und dann schlussendlich landete ich bei einer Firma, deren Chefs nicht viel Gutes über Landwirte und den Maschinenring zu sagen hatten – nach dem Motto „das sind ein paar Bauernburschen, die auch mal was ausprobieren wollen“.
Das hat mein Interesse geweckt: Was ist da dran? Ich wollte den Maschinenring kennen lernen, da ich ansonsten eigentlich immer nur Positives gehört hatte. Ich habe mich beworben und durfte anfangen. Damals war der Bereich „Gartengestaltung“ erst im Aufbau, wir haben eher Grünraumpflege (Hecken schneiden etc.) betrieben. Da ich gelernter Steinmetz war, durfte ich auch Natursteinmauern legen und pflastern, und so ergab es sich, dass ich irgendwann in die Gartengestaltung reinrutschte.

 

Bist du fix oder über Personalleasing angestellt?
Ich bin immer von März bis Oktober fix mit 30 Stunden angestellt, arbeite in diesem Zeitraum jeweils von Montag-Donnerstag für den Maschinenring, am Freitag helfe ich bei meiner Frau aus, die in Pöchlarn einen Bioladen betreibt. Nebenbei haben wir auch noch eine Landwirtschaft (Mutterkuhhaltung), die läuft nebenbei mit.

 

Wie gefällt dir die Arbeit beim Maschinenring? Was gefällt dir am besten und was am wenigsten?
Ich kann nichts Negatives berichten (und das sage ich jetzt nicht nur, weil der Chef daneben steht!) – sondern nur Positives. Mir gefällt es total gut, ich genieße die
flexible Zeiteinteilung, und dass ich selbstständig arbeiten kann. Das Arbeitsklima ist super, ich mag die Kollegen und wir haben eine sehr offene Gesprächskultur. Ich habe das Gefühl, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird und wir uns immer aufeinander verlassen können.

 

In wieweit kannst du selbst auch kreativ sein in der Gartengestaltung? Oder arbeitest du nach fix vorgegebenen Plänen?
Das kommt viel auf den Kunden drauf an. Grundsätzlich muss man sich natürlich nach den Plänen richten, die in Absprache mit dem Kunden erstellt wurden. Meist werde ich schon in der Planungsphase miteinbezogen und kann somit meine Kreativität gut einsetzen.

 

Thema „Natur im Garten“: Der Maschinenring ist ja seit heuer offizieller Partnerbetrieb. Was bedeutet das für dich? Ist es immer einfach, sich nach den „NiG“-Kriterien zu richten?
Das schränkt mich gar nicht ein, da ich selbst ein sehr naturverbundener und ökologisch denkender Mensch bin. Mir liegt unsere Umwelt sehr am Herzen. Außerdem achten unsere Gartenarchitekten beim Maschinenring schon bei der Planung darauf, größtenteils heimische Pflanzen und Gehölzer zu verwenden oder auch z.B. keine Erde mit Torf. Wir bieten den Kunden grundsätzlich gleich die Alternativen an: Hackschnitzel statt Rindenmulch, heimische Blütenstauden und Hecken statt Rhododendron, ...

 

Wie schaut dein Tagesablauf aus? Wann geht’s los?
Ich beginne gerne früh, so gegen 6.30 oder 7 Uhr. Aber auch hier bin ich total froh, dass ich mir die Zeit flexibel einteilen kann. Am ersten Tag geht Franz (Schuster Franz, MR Service-Kundenbetreuer) alles mit mir durch, und danach arbeite ich schon selbstständig. Bei der Arbeit selbst ist mir volle Konzentration sehr wichtig, ich muss mich richtig vertiefen können. Ich bin dann eher sehr ruhig, rede dabei nicht viel und höre während der Arbeit auch kein Radio.


”Andi hat ein super Gespür für Gartengestaltung, ist kreativ und kann noch dazu gut mit den Kunden umgehen. Ein Mitarbeiter, auf den man sich echt verlassen kann.“
Ing. Hans Kamleitner, MAS,Geschäftsführer MR Südliches Waldviertel & MR Melk

 

Welche technischen Geräte und welche Kleidung gehören zu deinem Alltag?
Fräse, Bodenumkehrfräse, Rasenanbaumaschine, Gartenharke sind eigentlich fast auf jeder Baustelle mit dabei.
Wir tragen eine Schutzbrille, wenn z.B. Steine geklopft werden, und immer feste Schuhe und Handschuhe. Gehörschutz verwenden wir, wenn z.B. die Motorsense im Einsatz ist. Wenn wir einen Bagger, z.B. zum Teichaushub brauchen, dann wird das über einen Subunternehmer organisiert.

 

Was waren für dich die bisher schönsten Projekte, worauf bist du ganz besonders stolz?
Das ist eine sehr schwierige Frage – da kann ich mich nicht wirklich entscheiden. Jedes Projekt ist anders und jedes Projekt bietet andere Herausforderungen.
Aber ich freue mich z.B. immer, wenn ich eine Natursteinmauer legen soll – ich arbeite einfach gerne mit Stein.
Wenn die Natursteinmauer dann noch über mehrere Etagen gehen soll, bin ich voll in meinem Element!