Aussaat- & DüngeProfi

Die Fruchtbarkeit des Bodens kann innerhalb eines Schlages erhebliche Unterschiede aufweisen. Diese Heterogenität wirkt sich auf das Pflanzenwachstum und folglich auf den Ertrag aus. Unter Zuhilfenahme von Fernerkundungsdaten ist es möglich, diese Unterschiede festzustellen.

Bei der Planung einer teilflächenspezifischen Aussaat werden zur Darstellung der Unterschiede im Pflanzenwachstum mehrjährige Zonenkarten, sogenannte „Managementzonenkarten“, auf Basis längerfristiger Fernerkundungsdaten erstellt. Hier werden Bereiche mit ähnlichem Ertragspotenzial als eine Managementzone zusammengefasst. In Abhängigkeit von den technischen Gegebenheiten und der Heterogenität der Fläche kann die Anzahl der unterschiedlichen Zonen angepasst werden. Zur teilflächenspezifischen Stickstoffdüngung werden als Basis „Biomassekarten“ herangezogen. Diese Karten basieren auf aktuell aufgenommenen Fernerkundungsdaten und spiegeln so die Pflanzenvitalität und das Pflanzenwachstum auf den Feldern wieder. Dadurch werden die Unterschiede in der Bestandsentwicklung sichtbar. Mit einer darauf angepassten teilflächenspezifischen Düngung kann auf diese Unterschiede reagiert werden. Um die erhobenen Unterschiede aus einer Managementzonenkarte oder einer Biomassekarte in die Aussaat oder Düngung miteinzubeziehen, bedarf es der Erstellung von Applikationskarten. Darin werden die Ausbringungsmengen der Betriebsmittel (Saatgut oder Dünger) für die jeweiligen Zonen hinterlegt und für die Ausbringungstechnik maschinenlesbar zur Verfügung gestellt. Somit können Betriebsmittel optimal an das jeweilige Ertragspotenzial angepasst und teilflächenspezifisch auf den Feldern ausgebracht werden.


 

     Gut zu wissen :   Was bringt mir die Verwendung von Applikationskarten?

Anpassung der Saatstärke an die jeweiligen Standortfaktoren (Ertragspotenziale, Klima, Boden etc.)

  1. Einheitlichere Pflanzenbestände
  2. Ausnutzung des Ertragspotenzials jeder Teilfläche
  3. Einsparung von Saatgut
  4. Verbesserung des Ertrags, der Qualität

Anpassung der Düngermengen an die Bestandesentwicklung

  1. Optimale Nährstoffversorgung für die Pflanze
  2. Ausgeglichene Nährstoffbilanz
  3. Einsparung von Düngemittel
  4. Steigerung von Ertrag und Qualität 

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