Seit 60 Jahren im Einsatz für die Landwirtschaft
Im Rahmen der 59. Generalversammlung, zu der der MR Schwaz im Gasthof Esterhammer einlud, stand eine ganz besondere Zahl im Mittelpunkt: In Strass feiert man heuer das 60-jährige Maschinenring-Jubiläum. Neben einem Rückblick auf über ein halbes Jahrhundert Maschinenring-Geschichte und einem spannenden Vortrag von Waldverbands-Obmann Josef Fuchs informierte das Team rund um Standortleiter Andreas Bletzacher über das vergangene Wirtschaftsjahr und die neue, innovative Drohnen-Dienstleistung, für die Strass das „Headquarter“ darstellt.

1966 – 2026: Die Meilensteine
Man kann es sich kaum vorstellen – vor 60 (!) Jahren fand im März genau hier im Gasthaus Esterhammer die Gründungsversammlung des Maschinenring Schwaz statt. Damals, als noch längst nicht jeder Haushalt über ein Telefon verfügte, musste der Geschäftsführer für Vermittlungen persönlich von Hof zu Hof fahren. „Und weil das aufgrund der positiven Entwicklung bald nicht mehr zu bewältigen war, wurde der Besitz eines Telefons zu einer der ersten Voraussetzungen für die Mitgliedschaft“, heißt es in der Chronik. Das erste eigene Büro wurde 1994 in der Bezirkslandwirtschaftskammer in Untermiete eingerichtet, 2001 folgte der Umzug in ein neues Büro in der Bundesanstalt für alpenländische Milchwirtschaft. „2008 schließlich entstand mit dem Neubau in Strass im Zillertal das Maschinenringzentrum“, blickt Standortleiter Andreas Bletzacher zurück.
2025: Zahlreiche Veranstaltungen und erfolgreiche Projekte
Während für Mitglieder und auch Mitarbeiter im vergangenen Jahr lehrreiche Ausflüge ins bayerische Nachbarland organisiert wurden, freuten sich Kunden und Dienstleister über das schon traditionelle „Christbaumevent“ in der Adventzeit. Für die Mitglieder und Mitarbeiter von morgen präsentierte sich der Maschinenring in der LLA Rotholz als Arbeitgeber – mit Infostand und verschiedenen Maschinen.
Ein Überblick über die Gemeinschaftsmaschinen, die den Mitgliedern in Schwaz zur Verfügung stehen und ein informativer Bericht über alle Geschäftsbereiche – Agrar, Service und Personalbereitstellung – vermittelte den Teilnehmern einen detaillierten Einblick in die Tätigkeit des Maschinenring. Während Josef Fuchs, der Obmann des Tiroler Waldverbandes, in seinem Vortrag die Bedeutung des Waldes für Tirol bzw. die zahlreichen Leistungen, die hier der Maschinenring erbringt, hervorhob, stand eine neue Dienstleistung klar im Fokus der Versammlung:
Innovation aus der Luft: MR-Agrardrohne in Tirol
Bereits im vergangenen Jahr sammelte der Maschinenring gemeinsam mit seinem Dienstleister Erfahrungen bei verschiedenen Testflügen – ein großer Teil davon fand im Gebiet des Maschinenring Schwaz statt: Erfolgreich konnte beispielsweise eine von Unwettern zerstörten Fläche auf der Klausenalm in Ginzling eingesät werden, auf stark beanspruchten Flächen auf der Lippenalm in Kössen wurde eine Nachsaat durchgeführt bzw. eine Untersaat im Biomais in Rotholz und Münster. Auch wurden biologische Pflanzenhilfsstoffe im Kürbis in Stans ausgebracht. Fazit: Die neue Technik funktioniert einwandfrei, die Verteilung der auszubringenden Betriebsmittel erfolgt verlässlich genau. Auch Erfahrungen hinsichtlich Fluggenehmigungen, Witterungseinflüsse wie Wind und Niederschlag wurden gesammelt. Beim Drohnentag in Kematen wurde die neue Dienstleistung einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert – erste Einsätze im Echtbetrieb bei Mitgliedsbetrieben konnten bereits durchgeführt werden. Ansprechpartner sind Martin Egger (MR Tirol) sowie Gabriel Fender vom Maschinenring Schwaz, wo die Drohneneinsätze koordiniert werden. Ziel ist es, die innovative Dienstleistung künftig noch stärker in der Praxis zu etablieren und den Mitgliedsbetrieben neue Möglichkeiten zu eröffnen.
