Blattdünger im Körnermais: Was bringt’s wirklich?
Kurzfazit aus der Praxis: In einem Feldversuch mit 11 Blattdüngern/Pflanzenhilfsstoffen zeigte sich kein statistisch gesicherter Mehrertrag gegenüber der Nullvariante – bei insgesamt hoher Streuung der Einzelwerte. Auffällig war nur Mangan-Chelat: Hier lagen die Erträge tendenziell niedriger (Verdacht auf Mangan-Toxizität).
Worum ging’s?
Im Rahmen des Zertifikatslehrgangs „Bodenpraktiker:in für das Ackerland“ wurde getestet, ob Blattdünger bzw. Pflanzenhilfsstoffe (mit einer Pflanzenschutzmaßnahme kombinierbar) den Körnermais-Ertrag messbar beeinflussen.
Ergebnisse – kurz erklärt
Im Versuch wurden mehrere Blattdünger bzw. Pflanzenhilfsstoffe im Körnermais direkt mit einer Nullvariante verglichen. Das Ergebnis ist klar: Keines der Produkte brachte gegenüber der Nullvariante einen statistisch abgesicherten Mehrertrag. Insgesamt waren die Werte je nach Wiederholung unterschiedlich – Feldschwankungen spielten also sichtbar mit. Auffällig war Mangan-Chelat: Diese Variante lag tendenziell niedriger, in der Arbeit wird als mögliche Ursache genannt, dass kein Manganmangel vorlag und eine zusätzliche Gabe Richtung Überversorgung gehen kann.
Was heißt das in der Praxis?
Blattdüngung ist kein Ertrags-Automat. Wenn der Bestand gut versorgt ist, bleibt der Effekt oft aus. Gerade bei Spurenelementen gilt: gezielt statt pauschal – also nur dann einsetzen, wenn ein klarer Bedarf oder Stressfaktor erkennbar ist, statt „vorsorglich“ zu behandeln.