Schadholz rasch aufarbeiten

Aufarbeitung von Windwürfen und Schneebruch ….

Sturmereignisse und Schneefälle stellen betroffene Waldbesitzer vor gewaltige Herausforderungen. Es gilt wesentliche Schritte zu beachten, damit neben den materiellen Schäden keine finanziellen bzw. menschlichen Beeinträchtigungen hinzukommen.

Ist man als Waldbesitzer akut von einem Schadensfall betroffen, gilt es rasch die ersten Schritte in die Wege zu leiten. So sollte sich der Waldbesitzer etwa einen Überblick über das Schadensausmaß, die betroffene Fläche und die Holzmenge verschaffen und diese auch, z.B. fotografisch, dokumentieren. Die Forstbehörde oder die Gemeinde informieren über mögliche Hilfe aus dem Katastrophenfonds.

Priorität hat in der Aufarbeitung das Freischneiden bzw. die Sanierung der Wege, damit eine Zufahrt zu den Schadflächen und Holzlagerstätten ermöglicht wird. Hat man einen Überblick über Holzarten und –mengen, gilt es entsprechende Lieferverträge abzuschließen und die Aufarbeitung und Holzabfuhr zu organisieren. Bei diesen Arbeiten kann der Maschinenring als Partner des Waldbesitzers tätig werden. Wichtig ist, Fichtenholz vorrangig aufzuarbeiten, um einen Befall von Borkenkäfern vorzubeugen. Brutfähiges Holzmaterial also rasch aufarbeiten und abtransportieren.

Informationen zu Forst und Energie sind direkt bei Martin Winkler unter Tel. +43 664 9606096 oder martin.winkler@maschinenring.at erhältlich.

Nie alleine zur Holzarbeit
Die Aufarbeitung von Sturmholz sollte nur von Profis durchgeführt werden – sie haben die richtige Ausrüstung, Ausbildung und Erfahrung für diese gefährliche Arbeit. Zum Einsatz kommen auch Sondermaschinen wie der Harvester, der Baggerprozessor oder eine Seilbahn. Generell gilt jedoch, dass die Holzarbeit keine Alleinarbeit ist – die richtige Schutzkleidung, entsprechende Arbeitsgeräte und Kommunikationssysteme mit Notruffunktion sind das Um und Auf.
Hat ein Waldbesitzer nicht die Möglichkeiten Holz zu schlägern, aufzuarbeiten und zu verwerten, kann dies vom Maschinenring übernommen werden.

Klimafit aufforsten
Nach dem Abholzen muss rasch wieder aufgeforstet werden. Zu beachten ist, dass die Fichte, Österreichs meistgenutzter Baum, künftig an weit weniger Standorten ertragreich wachsen wird. Stattdessen sollte ein Mischwald mit Baumarten, die sich bestmöglich an zukünftige Klimabedingungen anpassen, aufgeforstet werden. Beispielsweise können tiefwurzelnde Baumarten wie die Eiche oder Tanne in Gebieten mit geringerem Niederschlag eine Lösung sein. Daher ist es sinnvoll in ehemaligen Fichtenmonokulturen, Jungpflanzen anderer Baumarten zu setzen. Generell gilt, dass Mischwälder immer gesünder und stabiler sind als Monokulturen. Saatgut und Setzlinge zu pflanzen, die gezielt auf gute Wuchsqualitäten selektiert wurden, ist sinnvoller und ertragreicher als lokale Bäume mit schlechten Wuchsmerkmalen aufkommen zu lassen. Am besten holt man sich hier fachliche Beratung. Bei der Auswahl der richtigen Setzlinge und beim Pflanzen unterstützt etwa der Maschinenring, ebenso bei der Waldpflege. Damit die besten Bäume am richtigen Standort wachsen, für Ihren klimafitten, ertragreichen Wald.

 

Schadholz aufarbeiten und gesunden Wald aufbauen

Martin Winkler, zuständig für Forst und Energie beim Maschinenring Steiermark, über die wichtigsten Schritte nach einem Schadensfall. 

 

Martin Winkler

DI (FH) Martin Winkler

Telefon: 
+43 (59060) 60024
Fax: 
+43 (59060) 6900
Mobiltelefon: 
+43 (664) 9606096
Dr. Auner Straße 21a
8074 Raaba-Grambach

Was tun bei Borkenkäfern?
Wir vom Maschinenring sehen, dass sich der Borkenkäfer überall ausbreitet und massiven Schaden anrichtet, vom Waldviertel im Norden bis nach Tirol im Süden des Landes. Erfahrungsgemäß ist die wichtigste, effizienteste Maßnahme: Das Holz muss so schnell wie möglich aus dem Wald. 2018 haben wir allein in Oberösterreich für die Waldbesitzer rund 10.000 Festmeter Holz abtransportiert und zu unseren Partnern in der Sägeindustrie gebracht.

Sind die Bäume gefällt, können sie auch im Abstand von über 500 Meter vom Waldrand entfernt gelagert werden. Kleinmengen sollten entrindet werden. Weitere Möglichkeiten sind das Verhacken von Energieholz und Faserholz oder notfalls sachkundiger Pflanzenschutzeinsatz.

Ganz wichtig sind regelmäßige Kontrollen, denn alle fünf bis sechs Wochen kann es eine neue Generation von Borkenkäfern geben. Wer sich das nicht zutraut, kann sich Unterstützung beim Maschinenring holen – die Experten können abschätzen, wie viele Bäume tatsächlich betroffen sind, sie kennen den Schaddruck in der Gegend und was in Zukunft auf den Waldbesitzer zukommt.

Wie kann ich Schadholz verwerten?
Wenn das Holz verwertbar genug ist: ans Sägewerk verkaufen, z.B. via Maschinenring. Alternativ kann das Holz zu Biomasse verarbeitet werden – eine CO2-neutrale Energiequelle, die die Abhängigkeit Österreichs von ausländischen Energiequellen wie Erdöl oder Erdgas deutlich verringern kann.

Wird mein Fichtenwald überleben?
Kommt darauf an wo Ihr Wald wächst. Das Bundesforschungszentrum für Wald geht davon aus, dass je nach Klimaszenario die Fichte an vielen Standorten keine geeigneten Wachstumsbedingungen mehr vorfinden wird. Den Temperatur- und Niederschlagsbereich, in dem die Fichte ideal wächst, wird sie wahrscheinlich nur mehr in höheren Lagen finden.

Was passiert nach der Abholzung?
Nach dem Abholzen muss rasch wieder aufgeforstet werden. Zu beachten ist, dass die Fichte, Österreichs meistgenutzter Baum, künftig an weit weniger Standorten ertragreich wachsen wird. Stattdessen sollte ein Mischwald mit Baumarten, die sich bestmöglich an zukünftige Klimabedingungen anpassen, aufgeforstet werden. Naturverjüngung, das heißt das wachsen zu lassen was von selbst aufgeht, ist eine wichtige Option, wenngleich die Standorte vorher auf ihre Tauglichkeit geprüft werden müssen. Wenn der Boden passt ist und schon bisher unterschiedliche Baumarten in entsprechender Qualität wuchsen, ist Naturverjüngung eine wichtige Maßnahme. Daraus kann mit den richtigen Pflegemaßnahmen ein Wald geschaffen werden, der zukunftsfähig und ertragreich ist.

Womit forstet man wieder auf?
Generell gilt, dass Mischwälder immer gesünder und stabiler sind. Dabei muss jeder Standort gesondert betrachtet werden: Wie ist die Seehöhe und die Nährstoffversorgung? Welche Niederschlagsmengen werden in Zukunft prognostiziert? Auch die Genetik der Bäume spielt eine große Rolle. Saatgut und Setzlinge zu pflanzen, die gezielt auf gute Wuchsqualitäten selektiert wurden, ist sinnvoller und ertragreicher als lokale Bäume aufkommen zu lassen, die zu qualitätsmindernden Wuchsmerkmalen wie Zwieselbildung, Starkastigkeit, Drehwuchs usw. neigen und dementsprechend wenig wertvolles Sägerundholz produzieren. Am besten holt man sich hier fachliche Beratung. Bei der Auswahl der richtigen Setzlinge und beim Pflanzen unterstützt etwa der Maschinenring, ebenso bei der Waldpflege. Damit die besten Bäume am richtigen Standort wachsen, für Ihren klimafitten, ertragreichen Wald.