Die Mischung macht's

Die Mischung macht’s: Ertrag und Risiko ….

Experten des Maschinenring kümmern sich um einen gesunden Waldbestand

Martin Winkler (Mitte) zu Besuch bei Holzarbeiten in St. Gallen. Christoph Hubmann und Christian Schupfer vom Maschinenring Enns- und Paltental sind im Waldeinsatz.

Um einen gesunden und ertragreichen Wald sein eigen zu nennen ist eine fachkundige und laufende Pflege des Baumbestandes notwendig. Das beginnt bei der Aufforstung und reicht von der Bestandpflege bis hin zur Verwertung des Holzes nach der Schlägerung. Wobei sich hier der Kreis schließt, nach einer Schlägerung geht es wieder an die Aufforstung – damit legt man den Grundstein für eine nachhaltige Bewirtschaftung für Generationen.

Fachkundig und kompetent
Gründe für eine Aufforstung sind vielfältig. Zum einen kann sie durch die natürliche Nutzung wie Schlägerungsmaßnahmen entstehen oder auch auf Grund von Witterungs- und Klimaeinflüssen notwendig werden. Beim Maschinenring legt man besonderen Wert auf die Wahl der Setzlinge, diese stammen ausschließlich aus geprüfter und zertifizierter Herkunft. Der Maschinenring befasst sich umfassend mit den klimatischen Entwicklungen und den Ansprüchen der verschiedenen Baumarten, was für eine ertragreiche Waldbewirtschaftung besonders wichtig ist.
Im Rahmen von Aufforstungsarbeiten werden bereits begleitende Maßnahmen wie die Errichtung eines Wildschutz-Zaunes oder das Anbringen von Verbissschutz mitbedacht. Nach einem guten Anwachsen steht die erste Kulturpflege an. Bei der darauffolgenden Dickungspflege und/oder Läuterung ist fachkundiges Handeln besonders wichtig, hier wird die Basis für eine gute Ertragsfähigkeit des Waldes gelegt.

Regional betreut
Gut ausgebildete Teams von Forstfacharbeitern und Hilfskräften sind beim Maschinenring in den steirischen Regionen im Einsatz. Laufende Weiterbildungen in den Bereichen der Aufforstung, Dickungspflege bis hin zur Starkholzfällung und Arbeitssicherheit gewährleisten die fachkundige Arbeitsleistung im Waldgebiet eines Auftraggebers.
Eines ist einem Auftraggeber sicher – die Mitarbeiter des Maschinenring gehen sorgsam mit dem Forstgut um, eine laufende Kontrolle bei der Schlägerung gewährleistet, dass der verbleibende Bestand ohne Schäden weiter gedeihen kann.

Wie Ihr Wald klimafit wird

Martin Winkler, zuständig für Forst und Energie beim Maschinenring Steiermark, über die wichtigsten Schritte für einen zukunftsfähigen, ertragreichen Wald. 

Welche Folgen hat der Klimawandel?
Borkenkäfer, Windbrüche und Trockenschäden zeigen, dass der Wald unter den steigenden Temperaturen, den veränderten Niederschlägen und den Starkwetterereignissen leidet. In einigen Gegenden Österreichs sind ganze Wälder massiv geschwächt und dadurch dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Das Käferholz kann, wenn es nicht mehr als Rundholz vermarktbar ist, als Biomasse über den Maschinenring verwertet werden.

Was passiert nach der Abholzung?
Eine rasche Wiederaufforstung ist der wichtigste Schritt nach dem Abholzen. Die Fichte, Österreichs meistgenutzter Baum, wird künftig an weit weniger Standorten ertragreich wachsen. Stattdessen sollte ein Mischwald aufgeforstet werden. Naturverjüngung, das heißt das wachsen zu lassen was von selbst aufgeht, macht nur an jenen Standorten Sinn, an denen schon bisher Baumarten in entsprechender Qualität wuchsen. Mit passenden Pflegemaßnahmen kann ein zukunftsfähiger, ertragreicher Wald gestaltet werden. In ehemaligen Fichtenmonokulturen ist es nicht sinnvoll, wieder reine Fichtenwälder entstehen zu lassen. Hier müssen gezielt zusätzliche Jungpflanzen anderer Baumarten beigemischt werden.

Womit forstet man wieder auf?
Ein Mischwald ist grundsätzlich gesünder und stabiler. Dabei muss jeder Standort betrachtet werden: Wie ist die Seehöhe und die Nährstoffversorgung? Welche Niederschlagsmengen werden in Zukunft prognostiziert? Sind Sturmschäden zu erwarten, brauche ich daher besonders tief wurzelnde Baumarten. Auch die Genetik der Bäume spielt eine große Rolle. Forstpflanzen, die an ihrem Heimatstandort besonders gut wachsen können sich an einem anderen Standort sehr schwer tun. Am besten holt man sich hier fachliche Beratung. Bei der Auswahl der richtigen Setzlinge und beim Pflanzen unterstützt etwa der Maschinenring, ebenso bei der Waldpflege. Damit die besten Bäume am richtigen Standort wachsen.


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Martin Winkler

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