Vier Herren in Anzügen stehen vor Bannern, die ihre Partnerschaft in der Landwirtschaft bewerben, mit einer Vase voller Blumen auf dem Tisch.

Maschinenring Osttirol: 60 Jahre jung

Wenn der Maschinenring Osttirol an einem Samstagvormittag zur Generalversammlung lädt, muss etwas ganz Besonderes auf der Tagesordnung stehen: Mit mehr als einem halben Jahrhundert Arbeit für und mit der Osttiroler Landwirtschaft ist dies eindeutig klar. So folgten der Einladung am vergangenen Samstag nicht nur zahlreiche Mitglieder und Funktionäre – sogar aus den Gründungstagen, sondern auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnigg, Bundesrats-Präsident Markus Stotter und Wirtschaftskammer-Bezirksobfrau Michaela Hysek-Unterweger. Im Anschluss an die Generalversammlung lud der Maschinenring zum Jubiläums-Nachmittag ins RGO-Gelände – mit einem feinen Programm für alle Altersklassen.

Starker Partner für Landwirtschaft und Wirtschaft

Mit einem fundierten Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung des vergangenen Jahres stellte Geschäftsführer Thomas Oppeneiger im Rahmen der Versammlung die Bedeutung des Maschinenring in der Region in den Fokus: Im Bereich MR-Service (umfasst die gewerblichen Bereiche Forst-, Grünraum- und Objektbetreuung sowie Winterdienst) konnte der Umsatz um 6% auf 3,5 Mio. Euro gesteigert werden. „Besonders hervorheben möchten wir hier die Zahl der Mitarbeiter bzw. Dienstleister, die im Rahmen dieser Tätigkeit für sich Einkommen erwirtschaften können, das wiederum der Region zugutekommt: 82 Dienstleister waren beispielsweise im Winterdienst tätig, 15 Mitarbeiter im Grünraumbereich und 17 im Forstbereich. Auch im Personalbereitstellungsbereich konnte der Maschinenring Osttirol im Gegensatz zu vielen Ringen österreichweit eine Umsatzsteigerung von 28 % (!) auf 2,25 Mio. Euro erzielen. 90 Dienstnehmer waren für 59 Kunden in ganz unterschiedlichen Branchen tätig.“ Dass dies alles nur mit einem engagierten Team möglich ist, hoben GF Oppeneiger und Obmann Hans Gumpitsch hervor. Und so stellte die Ehrung langjähriger Mitarbeiter und Dienstleister einen weiteren Höhepunkt der Generalversammlung dar.

Immer im Mittelpunkt: Leistungen von und für die Osttiroler Bauern

Besonders stolz ist man, dass in Osttirol rund 80% aller bäuerlichen Betriebe Mitglied beim Maschinenring sind: „Das bestätigt, dass wir Nutzen schaffen“, so Obmann Hans Gumpitsch: Mit einem Agrar-Umsatz von knapp 2 Mio. Euro ist dies auch in den Zahlen zu sehen. Ganz besonders wichtig ist den Verantwortlichen die direkte Hilfe, wenn es drauf ankommt: So wurden beispielsweise im vergangenen Jahr im Rahmen der sozialen Betriebshilfe in 25 Fällen an die 3400 Stunden Hilfe geleistet. „Wir sind stolz, aber vor allem dankbar, dass wir als Maschinenring seit 60 Jahren dazu beitragen dürfen, dass die Bäuerinnen und Bauern Kosten sparen können und von zusätzlichen Einkommensmöglichkeiten profitieren. So wie sich die Landwirtschaft ständig verändert bzw. verändern muss, sind wir immer am Puls der Zeit und bieten jene Dienstleistungen an, die aktuell gebraucht sind“, so Gumpitsch weiter.

Grußworte mit besonderer Maschinenring-Nähe

Besonders freute man sich in Lienz über die Grußworte von Landwirtschafts-Minister Norbert Totschnig, der von seinen persönlichen Erfahrungen mit dem Maschinenring berichtete: „Ich bin selber auf einem Maschinenring-Gründungsmitgliedsbetrieb am Lienzer Talboden aufgewachsen: Das Wissen um die große Bedeutung des Maschinenring für die Landwirtschaft, wenn es um kostenbewusstes Arbeiten und Innovationskraft geht, habe ich von dort mitgenommen.“
Bundesrats-Präsident Markus Stotter – ebenfalls ein ehemaliger Maschinenring-Mitarbeiter und aktuell Maschinenring-Mitglied – berichtete, dass er nirgendwo so viel gelernt hat wie in seiner Zeit bei den Profis vom Land. Dass der Maschinenring genau jene Dienstleistungen anbietet, die die Wirtschaft braucht, bestätigte Wirtschaftskammer-Bezirksobfrau Michaela Hysek-Unterweger: „Ich glaube, es gibt keine Dienstleistung, die wir noch nicht beauftragt haben – Grünraumpflege, Winterdienst oder Personalbereitstellung. Danke für euren Einsatz“.  Bevor das engagierte Team vom Maschinenring Lienz zum feinen Festnachmittag mit Musik, Traktor-Parcours für die Jüngsten, Bierkistenklettern und mehr lud, gab Obmann Hans Gumpitsch einen Rückblick auf 60 bewegte Jahre:

Rückblick auf 60 Jahre

1966 fand beim Fischerwirt die Gründungsversammlung mit 150 interessierten Bauern statt, die konstituierende Versammlung am 9. Juli mit 60 Gründungsmitgliedern. Franz Hanser leitete als erster Obmann die Geschicke, Ing. Robert Gatterer wurde zum Geschäftsführer bestellt. 1967 gibt es in ganz Österreich bereits 14 Maschinenringe – am besten funktioniert der Osttiroler Ring. 10 Jahre später – 1976 – gab es in Österreich über 180 Maschinenringe – der Maschinenring Lienz liegt umsatzmäßig an der Spitze.

1990 wird Ing. Franz Ganeider zum Obmann gewählt, 1991 übernimmt Martin Mayerl interimistisch die Geschäftsführung, 1993 wird er zum hauptberuflichen Geschäftsführer bestellt. Im selben Jahr werden alle 7 Ringe zum Maschinenring MBR Osttirol zusammengeführt.  Die Gründung der tirolweiten Tochterfirma MR-Service (1997) bzw. der österreichweiten MR-Personalleasing (1998) stellten auch für Osttirol wichtige Eckpfeiler dar.
2002 erfolgt der Übergang der Obmannschaft von Franz Ganeider auf Hans Gumpitsch. Die erste hauptberufliche Betriebshelferin (2003), das Tausendste Mitglied (2005) und das Durchbrechen der „Umsatz-Schallmauer“ von 10 Mio (2013) stellten weitere Höhepunkte dar.

Die Geschichte des Maschinenring-Osttirol ist jedoch viel bunter: „Wir werden die Chronik erweitern, in der alle diese Eckdaten und viele weitere interessante Details nachgelesen werden können“, so Geschäftsführer Thomas Oppeneiger abschließend.

Von: Maschinenring Osttirol

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