Wie digitale Planung und Hydrogel das Pflanzenwachstum unterstützen
Energieeffizienz
Praxisversuche: Von Daten zur Anwendung
Im Mittelpunkt des Projekts stehen praxisorientierte Feldversuche, die gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten, Beraterinnen und Beratern sowie und Fachexpertinnen und Fachexperten umgesetzt werden.
Über das Projekt
Mit einem zukunftsgerichteten Projekt starten der Maschinenring und die Universität für Bodenkultur (BOKU) in eine neue Ära der Energieeffizienz im Agrarbereich.
Das vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft (BML) geförderte Vorhaben verknüpft Praxisnähe, Digitalisierung und Nachhaltigkeit – und stellt dabei die Bedürfnisse der Landwirtinnen und Landwirte in den Mittelpunkt.
Digitale Daten als Fundament
Herzstück des Projekts ist die systematische Erhebung agrarischer Daten: Mit modernster Sensortechnologie (z. B. NIRS, Drohnen, Boden- und Klimasensoren) werden Daten zu Bodenqualität, Pflanzenzustand, Futterwerten oder Wetterereignissen gesammelt. Diese werden automatisiert an Projektpartner wie Joanneum Research und die BOKU übermittelt, plausibilisiert und aufbereitet.
Ziel ist, Landwirtinnen und Landwirte durch digitale Entscheidungshilfen zu unterstützen – etwa bei der Düngung, den Aussaatmengen oder der Bewässerung.
Photovoltaik trifft Pflanzenbau
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist das Arbeitspaket Agri-PV: In konkreten Versuchsanlagen wird untersucht, wie sich landwirtschaftliche Nutzung und Photovoltaiksysteme sinnvoll kombinieren lassen. Dabei werden teilflächenspezifische Ansätze wie gezielte Düngung oder Aussaat unter und zwischen den PV-Modulen erprobt. Ziel ist ein praktischer Leitfaden für Landwirt*innen, der Ertragssicherung und Biodiversität mit Energieproduktion verbindet.
Mehrertrag und Einsparung
In einem weiteren Projektschritt werden neue Wege der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung erprobt. Mittels modernster Daten aus Sensorik, Fernerkundung und Analytik entstehen Managementzonenkarten, die eine präzise Aussaat und Düngung ermöglichen. So können Betriebsmittel gezielt eingesetzt, Umwelt geschont und Kosten gesenkt werden – praxisnah, messbar und zukunftsorientiert.
Wissen, das weiterwirkt
Ein zentraler Projektbaustein ist der Wissenstransfer: Ergebnisse werden in Fachartikeln, Videos, Webinaren, Veranstaltungen und Schulungen aufbereitet. Maschinenring-Fachexpertinnen und -experten agieren als Multiplikatoren, um Innovation und Know-how österreichweit zu verbreiten.
Mehrwert für Landwirtinnen und Landwirte
Das Projekt liefert Landwirtinnen und Landwirten konkrete Ansätze, um Betriebsmittel effizienter einzusetzen, Erträge zu sichern und gleichzeitig Umwelt und Klima zu schonen. Durch datengestützte Entscheidungen – etwa bei Düngung, Bewässerung oder Pflanzenschutz – können Kosten reduziert und Arbeitsschritte optimiert werden. Praxisversuche bieten sofort anwendbare Erkenntnisse, und durch den gezielten Wissenstransfer fließen Innovationen direkt in die tägliche Arbeit am Betrieb ein. Der Maschinenring begleitet die Umsetzung mit Beratung und technischer Unterstützung – damit neue Technologien nicht nur erforscht, sondern auch erfolgreich genutzt werden.
Fazit: Fortschritt für die Praxis
Mit dem starken Netzwerk des Maschinenring, der wissenschaftlichen Kompetenz der BOKU und der Förderung durch das BML entsteht ein Projekt, das Theorie und Praxis wirksam verbindet. Es liefert konkrete Lösungen für die Herausforderungen der Gegenwart – und schafft Perspektiven für eine nachhaltige, effiziente Landwirtschaft von morgen.
Projektleiter: Mathias Brunner
Schwerpunkte: Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und der schonende Umgang mit Ressourcen.
Gemeinsam mit Praxisbetrieben, wissenschaftlichen Partnern, Landtechnikfirmen und Fachexpertinnen und -experten von Interessensvertretungen sollen praxisnahe Umsetzungsstrategien, innovative und gemeinsame Arbeitsabläufe, sowie bestehende Systeme und Prozesse ressourcenschonend, nachhaltig umgesetzt und professionalisiert werden. Wir werden die Landwirtinnen und Landwirte über Projektschritte und die -ergebnisse auf dem Laufenden halten, damit sie diese unkompliziert umsetzen können.
Am Laufenden bleiben: Projektfortschritte