Silomais im Fokus
Maschinenring Lungau präsentierte Versuchsergebnisse und Praxiswissen
Großes Interesse beim Fachabend in Tamsweg
Der Maschinenring Lungau lud am 16. Jänner 2026 zu einem Fachabend in die Forsthalle der LFS Tamsweg. Rund 80 interessierte Landwirtinnen und Landwirte sowie Fachleute aus der Region folgten der Einladung, um aktuelle Erkenntnisse rund um den Silomaisanbau unter alpinen Bedingungen zu diskutieren.
Versuchsdaten liefern praxisnahe Empfehlungen
Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse des Maissortenversuchs 2025, den Schülerinnen und Schüler der HBLA Ursprung im vergangenen Anbaujahr gemeinsam mit dem Maschinenring Lungau durchführten. Unter der fachlichen Begleitung von Dipl.-Ing. Stefan Graggaber wurden sechs Sorten auf ihre Eignung für Grenzlagen geprüft. Die detaillierten Auswertungen zeigten deutliche Unterschiede bei Trockenmasse- und Stärkegehalt – insbesondere im Zusammenhang mit Aussaatzeitpunkt, Sortentyp und Düngestrategie.
„Wer in Grenzlagen Mais anbauen will, braucht Sorten mit schneller Jugendentwicklung und eine exakte Abstimmung aller Kulturmaßnahmen – vom Saatbeet bis zur Ernte“, fasste Graggaber die Ergebnisse zusammen.
Der Maschinenring als verlässlicher Partner
Der Maschinenring präsentierte im Rahmen des Fachabends praxiserprobte Lösungen entlang der gesamten Prozesskette – von der Sortenwahl über die Düngung bis zur Erntekoordination. Besonderes Augenmerk galt der Bedeutung eines frühzeitigen Saatgutbezugs sowie der effizienten Einsatzplanung, um Ertrag und Futterqualität optimal abzusichern.
Silomais als Baustein der Futterration
Ergänzend beleuchtete Dipl.-Ing. Marlene Berger von der Landwirtschaftskammer Salzburg in ihrem Fachvortrag die Rolle der Maissilage in der Milchviehration. Sie ging auf Futterwert, Energiegehalte sowie die optimale Ergänzung mit Grassilage und Eiweißträgern ein. Besonderes Augenmerk legte sie auf den richtigen Erntezeitpunkt und die Bedeutung einer guten Silierqualität.
Im Anschluss an die Vorträge bot sich Gelegenheit zum fachlichen Austausch.