Neue Saatgutmischungen „MR Klimafit“ entwickelt
Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit machen vielen Grünlandbetrieben in Salzburg zu schaffen. Gerade auf den intensiver genutzten Wiesen im Flachgau zeigt sich derzeit, wie wichtig ein stabiler und standortgerechter Pflanzenbestand ist.
Exklusives Grünlandsaatgut für trockene und heiße Sommer
Mit „MR Klimafit intensiv“ und „MR Klimafit mittelintensiv“ hat der Maschinenring zwei Grünlandmischung für leistungsfähige Wiesen angepasst auf die Gegebenheiten im Flachgau zusammengestellt. Sie verbinden dabei Ertrag, Futterqualität und Trockenheitsreserve.
Ausdauernde Gräser und Rotklee
Die enthaltenen Gräser unterstützen einen ausdauernden und dichten Bestand. Wiesenschweidel und spät schossendes Knaulgras kommen mit trockeneren Sommerphasen besser zurecht und liefern wertvollen Aufwuchs. Deutsche Weidelgräser fördern eine rasche Bestandesentwicklung und sorgen für schmackhaftes, hochwertiges Grundfutter. Ein erhöhter Rotkleeanteil ergänzt die Mischung. Rotklee liefert eiweißreiches Futter, bindet Stickstoff und kann mit seinen tieferen Wurzeln zusätzliche Wasser- und Nährstoffreserven erschließen.
Die passende Lösung für jede Fläche
Nicht jede Mischung passt auf jede Fläche. Gerade bei vier bis sechs Schnitten müssen Mischung, Wasserversorgung, Düngung und Nutzungsführung zusammenpassen. Trockenheitsverträglich bedeutet dabei eine höhere Sicherheitsreserve, nicht Unabhängigkeit vom Niederschlag.
Nur in offene Bestände nachsäen
Eine Nachsaat ist vor allem dort sinnvoll, wo Lücken vorhanden sind, und wertvolle Futtergräser fehlen. In einer dichten oder verfilzten Altnarbe bekommen die Keimlinge zu wenig Licht, Wasser und Platz. Vor der Saat sollte daher geklärt werden, warum die Lücken entstanden sind - etwa durch Trockenheit, Auswinterung, Fahr- und Trittschäden, eine zu tiefe Nutzung oder Bodenverdichtung. Ohne Beseitigung der Ursache bleibt jede Nachsaat nur eine kurzfristige Reparatur.
Nachsaat mit der richtigen Technik
Für eine erfolgreiche Nachsaat ist auch die richtige Technik entscheidend. Gerne vermitteln wir geeignete Nachsaattechnik und unterstützen bei der Umsetzung. Für einen guten Erfolg sollte der Altbestand vor der Saat genutzt, Filz und abgestorbenes Material entfernt oder mit geeigneter Technik geöffnet werden. Das Saatgut muss flach abgelegt werden und sicheren Bodenschluss erhalten; je nach Verfahren ist anschließendes Walzen sinnvoll. Danach darf die Altnarbe die jungen Pflanzen nicht überwachsen – ein Schröpfschnitt bzw. eine rechtzeitige Folgenutzung und das Vermeiden übermäßiger Stickstoffgaben verringern die Konkurrenz für die Keimlinge.
Der richtige Zeitpunkt
Ein guter Zeitraum für die Nachsaat ist Ende August und September. In dieser Zeit werden die Nächte zunehmend taunass. Diese Feuchtigkeit kann dem Saatgut unter passenden Boden- und Witterungsbedingungen bereits gute Voraussetzungen für die Keimung bieten. Entscheidend ist jedoch nicht der Kalender, sondern immer die Bodenfeuchtigkeit. Die Saat sollte möglichst vor einer verlässlichen Niederschlagsphase erfolgen; in ausgetrockneten Boden zu säen, erhöht das Ausfallrisiko. Je nach Standort kann auch das Frühjahr ein mögliches Zeitfenster sein.
Gut vorbereitet in trockenen Jahren
Wer sein Grünland rechtzeitig und standortgerecht weiterentwickelt, schafft eine gute Grundlage für stabile Bestände und hochwertiges Futter – auch in heißen und trockenen Jahren. Dauerhaft stabile Bestände entstehen durch das Zusammenspiel von Nachsaat, angepasster Schnitthöhe, bedarfsgerechter Düngung und der Vermeidung von Bodenverdichtungen.
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