Striegeln im Frühjahr – Maßvoll zum Erfolg
Das Striegeln im Frühjahr ist eine bewährte Maßnahme zur Pflege von Grünlandbeständen. Es kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn Scherhaufen, abgestorbene Pflanzenmasse (z. B. nach langer Schneedecke) oder Verfilzungen vorhanden sind.
Wichtig ist eine angepasste Einstellung der Zinken
Diese sollten möglichst flach geführt werden, um die Pflanzenreste zu zerkleinern und fein in den Bestand einzuarbeiten. Ziel ist es, die Grasnarbe zu belüften und die Bestockung zu fördern.
Allerdings ist Vorsicht geboten:
Striegeln bedeutet immer auch eine mechanische Verletzung der Pflanzen. Eine zu intensive Bearbeitung kann den Bestand deutlich schwächen und in seiner Entwicklung um mehrere Tage zurückwerfen. Besonders empfindlich reagieren bereits stark entwickelte Bestände, etwa Raygras-dominiertes Grünland.
Ein weiterer kritischer Faktor ist die Witterung. Vor angekündigten Frostperioden sollte nur gestriegelt werden, wenn ausreichend Zeit zur Regeneration bleibt. Die Grenze zwischen positiver Wirkung und Schaden ist schmal – daher gilt: lieber vorsichtig als zu aggressiv arbeiten.
Autor: GrünlandPro-Fachexperte Peter Frühwirth