Bundesbäuerinnentag 2026 in Feldkirch

Klare Forderungen für Frauen in der Landwirtschaft

Maschinenring Team Bundesbäuerinnentag Feldkirch
Vertreterinnen und Vertreter des Maschinenring sowie der Bäuerinnenorganisation Vorarlberg beim Bundesbäuerinnentag 2026 in Feldkirch. V. l. n. r.: Armin Schwendinger, Franz Xaver Broidl, Esther Bitschnau, Franziska Fröschl, Leonhard Salzgeber, Gabriela Hinterberger und Jutta Maissen.

Rund 800 Bäuerinnen und Ehrengäste kamen am 15. und 16. April 2026 in Feldkirch zum Bundesbäuerinnentag zusammen. Im Mittelpunkt stand das von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Jahr der Bäuerin. Das Thema hat auch in Österreich große Bedeutung: Mehr als jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb wird von einer Frau geführt.

Unter dem Motto „regional verwurzelt, international vernetzt“ zeigte die Veranstaltung, wie vielseitig die Rolle von Bäuerinnen heute ist. Sie tragen wirtschaftliche Verantwortung, organisieren den Familienalltag und sind zentrale Stützen ihrer Betriebe.

Austausch und klare Forderungen für die Zukunft

Der Bundesbäuerinnentag bot Raum für Austausch, Vernetzung und neue Perspektiven. Gleichzeitig wurde sichtbar, welche Rahmenbedingungen Frauen in der Land- und Forstwirtschaft brauchen. Ein zentrales Ergebnis der Veranstaltung ist ein Positionspapier, das die wichtigsten Anliegen bündelt. Im Fokus stehen faire Entlohnung, soziale Absicherung, flexible Kinderbetreuung im ländlichen Raum, Investitionsförderungen sowie praxisnahe Bildungs- und Beratungsangebote.

Viele Bäuerinnen stehen dabei vor ähnlichen Herausforderungen: hohe Arbeitsbelastung, große Verantwortung und oft unzureichende Absicherung. Auch zunehmende Bürokratie erschwert den Alltag zusätzlich. Der Blick über die Grenzen zeigt, dass diese Themen nicht nur Österreich betreffen. Auch Bäuerinnen in Deutschland, der Schweiz und Südtirol stehen vor vergleichbaren Herausforderungen – ein Austausch, der beim Bundesbäuerinnentag bewusst gefördert wurde. Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger machte deutlich, dass die Gleichstellung der Bäuerinnen kein Randthema ist, sondern eine Voraussetzung für die Zukunft der Höfe und Regionen.

Maschinenring Österreich unterstützt verlässlich

Als Partner war auch der Maschinenring Österreich beim Bundesbäuerinnentag vertreten. Mit dem Projekt „Happy am Hof“ setzt der Maschinenring auf Prävention und unterstützt Landwirtinnen und Landwirte dabei, Belastungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Im Mittelpunkt stehen mentale und körperliche Gesundheit sowie mehr Stabilität im Alltag. Projektleiterin Gabriela Hinterberger erklärt, dass gesunde Menschen die Grundlage für stabile Betriebe sind und Happy am Hof dort ansetzt, wo Entlastung und Unterstützung im Alltag wirklich gebraucht werden.

Wenn am Hof kurzfristig Hilfe benötigt wird, greift die soziale Betriebshilfe des Maschinenrings. Sie sorgt dafür, dass Betriebe auch bei Ausfällen verlässlich weitergeführt werden können.

Die soziale Betriebshilfe ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Engagements für die Landwirtschaft und wird auch in Zukunft verlässlich zur Verfügung stehen.
Eine lächelnde Frau in traditioneller Tracht steht vor einem Banner, das für Gesundheit wirbt.
Franziska Fröschl Bundesobmann-Stellvertreterin des Maschinenring Österreich

Franziska Fröschl, Bundesobmann-Stellvertreterin des Maschinenring Österreich, betont, dass die soziale Betriebshilfe ein wesentlicher Bestandteil des Engagements des Maschinenring für die Landwirtschaft ist und auch künftig verlässlich zur Verfügung stehen soll. Damit das gelingt, braucht es die Unterstützung wichtiger Partner wie SVS, Landwirtschaftskammer und Landwirtschaftsministerium.

Ein starkes Signal für die Zukunft

Der Bundesbäuerinnentag 2026 hat gezeigt, worauf es jetzt ankommt: auf faire Rahmenbedingungen, gezielte Unterstützung und mehr Sichtbarkeit für Frauen in der Landwirtschaft.

Von: Bundesweite Nachrichten

Zurück zur Newsübersicht