Soziale Betriebshilfe: 451 Einsätze für die steirische Landwirtschaft

Mehr als 100.000 Einsatzstunden leisteten Betriebshilfekräfte für bäuerliche Familien in Krisensituationen. Im Jahresrückblick 2025 unterstreicht der Maschinenring einmal mehr die Bedeutung dieses wichtigen Unterstützungsinstruments für die heimische Landwirtschaft.

Die Soziale Betriebshilfe und der Zivildienst in der Landwirtschaft haben auch im Jahr 2025 eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig ein starkes Netzwerk in herausfordernden Zeiten ist. Der Maschinenring Steiermark fungiert dabei als zentrale Abwicklungsstelle der Sozialen Betriebshilfe und koordiniert die Einsätze in enger Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark, der SVS sowie den regionalen Maschinenringen. Wenn Krankheit, Unfall oder andere unvorhersehbare Ereignisse den Arbeitsalltag am Hof plötzlich unmöglich machen, braucht es rasche, professionelle und unbürokratische Unterstützung. Der aktuelle Jahresbericht 2025 des Kuratoriums für Betriebshilfe in der Steiermark belegt einmal mehr die enorme Bedeutung dieser Einrichtungen für die bäuerlichen Familien im Land.

Eine Gruppe von Fachleuten steht vor einer Landkarte, die das Logo von Maschinering zeigt. Alle sehen freundlich aus und lächeln.

Kuratoriumssitzung Soziale Betriebshilfe - TeilnehmerInnen v.l.n.r.: Mario Hütter (Maschinenring), Werner Grießer (Steiermärkische Landesregierung), Petra Prattes (Caritas), Werner Brugner (Landwirtschaftskammer), Karin Kreimer (SVS), Maria Pein (Landwirtschaftskammer), Sabine Schantl-Stadtschreiber (SVS), Gerhard Thomaser (Landwirtschaftskammer), Sepp Wumbauer (Maschinenring), Werner Preßler (SVS), Markus Pichler (Maschinenring)

Krisenhilfe mit Wirkung - 451 Einsätze, über 100.000 Einsatzstunden

Im Zeitraum von 1. Jänner bis 31. Dezember 2025 wurden 451 Einsätze in der Sozialen Betriebshilfe berücksichtigt, darunter 76 Rehabilitationsfälle. Insgesamt leisteten die 387 Betriebshilfekräfte 100.195,75 Stunden – dies entspricht 56 Vollzeitäquivalenten.
Hinter diesen Zahlen stehen 451 Betriebe und Familien, die sich in schwierigen Situationen befanden und auf Unterstützung angewiesen waren. Die häufigsten Gründe für einen Einsatz waren Krankheit (37,0 %), Unfall inklusive Verdacht auf Arbeitsunfähigkeit (27,9 %), Rehabilitation (16,9 %) sowie Kur- und Erholungsaufenthalte (12,2 %). Weitere Einsätze erfolgten im Rahmen der Entlastungshilfe (4,2 %), bei Todesfällen (1,1 %) sowie bei Spitalsbegleitungen (0,7 %).

Gerade in der Landwirtschaft können Arbeitsausfälle nicht einfach verschoben werden. Tiere müssen täglich versorgt, Felder bewirtschaftet und laufende Arbeiten erledigt werden. In solchen Momenten stellt die Soziale Betriebshilfe sicher, dass die Arbeiten weitergeführt werden können und damit Existenzen abgesichert bleiben. Die Einsätze werden maßgeblich durch Förderungen des Landes Steiermark und der SVS getragen – damit bleibt die Unterstützung im Anlassfall für Betriebe leistbar.

Landesrätin Simone Schmiedtbauer hebt die Bedeutung der Einrichtung hervor: „Die Soziale Betriebshilfe ist ein klares Zeichen der Solidarität im ländlichen Raum und eine spürbare Entlastung für unsere Bäuerinnen und Bauern. In schwierigen Zeiten steht rasch und unkompliziert Unterstützung bereit. Ich danke dem Maschinenring für die verlässliche Zusammenarbeit im Sinne unserer heimischen Familienbetriebe.“

Ein Landwirt steht im Stall und interagiert mit Kühen, während er ein Werkzeug in der Hand hält.

30.405 Stunden Zivildienst für die steirische Landwirtschaft

Auch der Zivildienst in der Landwirtschaft war 2025 ein zentraler Bestandteil dieses Unterstützungsnetzwerks. Insgesamt wurden 30.405,98 Einsatzstunden von Zivildienern auf landwirtschaftlichen Betrieben geleistet.

Besonders arbeitsintensiv waren die Monate April (3.795,09 Stunden), (3.562,76 Stunden) und Oktober (3.711,74 Stunden). Zwischen 8 und 21 Zivildiener waren monatlich auf zahlreichen Betrieben in der gesamten Steiermark im Einsatz. Allein im Oktober 2025 wurden 22 Betriebe gleichzeitig durch Zivildiener betreut.

Eine Hochrechnung verdeutlicht die wirtschaftliche Dimension dieser Leistungen: Würden die 30.405,98 im Zivildienst geleisteten Stunden mit einem marktüblichen Stundensatz bewertet, entspräche dies einem Gegenwert von rund 456.000 Euro. Der tatsächliche Aufwand für die Betriebe liegt jedoch deutlich darunter – ein wesentlicher Entlastungsfaktor, insbesondere in Krisensituationen.

Schutznetz für unsere bäuerlichen Familien

Soziale Betriebshilfe und Zivildienst sind damit tragende Säulen der Absicherung im Ernstfall. Sie bauen auf dem Zusammenspiel von Maschinenring, qualifizierten Einsatzkräften, Zivildienern und Partnerinstitutionen auf – ein gelebtes Solidaritäts- und Erfolgsmodell. Maschinenring-Landesobmann Sepp Wumbauer betont:

Wenn Betriebe unerwartet in eine Krise geraten, zeigt sich, wie wertvoll Zusammenhalt ist. Mit der Sozialen Betriebshilfe und dem landwirtschaftlichen Zivildienst übernehmen wir Verantwortung und schaffen Sicherheit für unsere bäuerlichen Familien. Mein besonderer Dank gilt dem Land Steiermark und der SVS für das Vertrauen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Ein Mann in einem Anzug steht vor einem Tisch mit Getränken und spricht während einer Pressekonferenz.
Sepp Wumbauer Landesobmann Maschinenring Steiermark
Von: Bundesland Steiermark

Zurück zur Newsübersicht