Schnitthöhe wird im Trockenjahr zum entscheidenden Erfolgsfaktor

Die anhaltend trockene Witterung stellt viele Grünlandbetriebe vor schwierige Entscheidungen. Besonders beim zweiten Aufwuchs rückt die richtige Schnitthöhe in den Fokus. Grünlandexperten empfehlen derzeit eine Schnitthöhe von sieben bis zehn Zentimetern sowie den Einsatz scharfer Messer, um den Pflanzenbestand möglichst wenig zu belasten.

Ich habe auf zehn Zentimeter gemäht – der Bestand sticht schon wieder an.
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Landwirt

Hintergrund ist die angespannte Wasserversorgung vieler Standorte. Eine zu tiefe Mahd kann die Regenerationsfähigkeit der Pflanzen zusätzlich beeinträchtigen. Höhere Stoppelhöhen verbessern hingegen die Beschattung des Bodens, reduzieren die Verdunstung und unterstützen den Wiederaustrieb. Dass diese Strategie auch in der Praxis funktioniert, bestätigt ein Landwirt aus der Diskussionsrunde: „Ich habe auf zehn Zentimeter gemäht – der Bestand sticht schon wieder an.“

Futterhöhe einer Futterwiese im Detail

Zusätzliche Vorteile bieten Hochschnittkufen, die in trockenen Jahren zunehmend zum Standard werden. Sie helfen dabei, die gewünschte Schnitthöhe konstant einzuhalten und wertvolle Reservestoffe in den Pflanzen zu erhalten. Trotz der Sorge vieler Betriebe vor weiteren Ertragseinbußen bleibt die Hoffnung auf Niederschläge im Juni bestehen. Bis dahin gilt: Hohe Schnitthöhen und saubere Schnittqualität sind wichtige Stellschrauben, um die Auswirkungen der Trockenheit abzumildern.

Autor: GrünlandPro-Fachexperte Peter Frühwirth

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