Scharfe Messer sichern den Wiederaustrieb bei Trockenheit

Während Trockenperioden wird die richtige Einstellung des Mähwerks zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Grünland. Experten betonen: Scharfe Messer und die passende Schnitthöhe sind jetzt wichtiger denn je.

Jeder Schnitt bedeutet für die Pflanze Stress. Die Schnittflächen müssen rasch verschlossen und neue Blattmasse aufgebaut werden. Die dafür notwendige Energie stammt aus Reservestoffen in der Halmbasis. Deshalb hängen Schnitthöhe und Schnittqualität unmittelbar zusammen.

Sauberer Schnitt unterstützt schnellen Wiederaustrieb

Ein sauberer, glatter Schnitt erleichtert den schnellen Wundverschluss und reduziert zusätzliche Belastungen für die Pflanze. Gleichzeitig sorgt eine ausreichende Schnitthöhe dafür, dass genügend Energiereserven für den Wiederaustrieb erhalten bleiben.

Gerade bei Wassermangel zeigt sich der Unterschied deutlich: Pflanzen mit sauberem Schnitt treiben schneller wieder aus, beschatten den Boden früher und reduzieren dadurch die Verdunstungsverluste.

Stumpfe Klingen schwächen den Bestand

Praxisbilder von Knaulgras fünf Tage nach der Mahd verdeutlichen die Auswirkungen eindrucksvoll. Bei stumpfen Klingen entstehen ausgefranste Schnittflächen, der Wiederaustrieb verzögert sich deutlich und der Bestand wirkt insgesamt geschwächt.

Scharf geschnittene Pflanzen hingegen zeigen bereits nach wenigen Tagen vitalen Neuaustrieb und einen wesentlich besseren Gesamtzustand.

Fazit: Messerwartung ist Ertragssicherung

Für Grünlandbetriebe bedeutet das: Die Wartung der Messer ist keine Nebensache, sondern ein zentraler Beitrag zur Ertragssicherung in Trockenphasen.

Autor: GrünlandPro-Fachexperte Michael Fritscher

Du hast Fragen? Trete jetzt unser Grünland-Pro Gruppe auf WhatsApp bei!

Kontakt
Profilbild von Roman Braun
Roman Braun
Agrar-/Mitgliederbetreuung
Zum Ring
Von: Bundesland Oberösterreich

Zurück zur Newsübersicht