Langlebige Gärten beginnen mit guter Planung

Wie entsteht ein Garten, der pflegeleicht, stimmig und langfristig schön bleibt? Für Maschinenring-Gartengestalter Tobias Hammer beginnt alles mit genauem Zuhören. Erst wenn Wünsche, Anforderungen und Gegebenheiten klar sind, entsteht ein Konzept, das zum Alltag der Gartenbesitzer passt und mit den Jahren mitwachsen kann.

Im Gespräch erklärt er, worauf es bei guter Gartenplanung ankommt, welche Fehler häufig passieren und warum praktische Details oft zu spät bedacht werden.

Was Gartenbesitzer heute wollen

Viele wünschen sich heute einen unkomplizierten Garten, der schön aussieht, wenig Arbeit macht und zum Abschalten einlädt. Besonders gefragt sind Gärten, die für mehrere Generationen funktionieren. Robuste Pflanzen, gemütliche Rückzugsorte, klare Strukturen, Naturmaterialien und gut nutzbare Sitzbereiche spielen dabei eine große Rolle.

Zuerst muss man zuhören. Erst wenn die Anforderungen und Wünsche klar sind, entsteht ein Garten, der wirklich passt.
Portrait Tobias Hammer
Tobias Hammer Gartengestalter

Wo gute Gartenplanung entscheidend wird

Eine der größten Herausforderungen in der Gartengestaltung ist, dass die Vorstellungen anfangs oft noch nicht klar sind. Manchmal gehen die Wünsche innerhalb der Familie auch auseinander. Dann braucht es ein stimmiges Konzept, das Standort, Pflegeaufwand und Baustil zusammenbringt.

Auch praktische Punkte werden häufig zu spät mitgedacht. Dazu zählen etwa:

  • Technik-Leerverrohrungen
  • Mähkanten
  • eine gut geplante Zufahrt
  • die Nutzung von Regenwasser mit Regentonne oder Zisterne

Wer solche Dinge von Anfang an einplant, spart später Zeit und Kosten.

Typische Fehler in der Gartenplanung

Laut Tobias Hammer wird oft an der falschen Stelle gespart. Ungeeignetes oder billiges Material kann die Langlebigkeit des Gartens beeinträchtigen. Auch bei der Bepflanzung passieren häufig Fehler – etwa wenn zu viel oder am falschen Standort gepflanzt wird.

Eine gute Beratung hilft dabei, langlebige Materialien und passende Pflanzen auszuwählen. So entsteht ein Garten, der nicht nur anfangs gut aussieht, sondern auch nach Jahren noch funktioniert.

So bleibt der Garten langfristig schön

Ein Garten bleibt dann dauerhaft attraktiv, wenn standortgerechte Pflanzen gewählt und regelmäßig zum richtigen Zeitpunkt gepflegt werden. Wer dafür selbst nicht das nötige Fachwissen oder die passende Ausstattung hat, profitiert von professioneller Unterstützung.

So bleibt der Garten nicht nur schön, sondern auch funktional und pflegeleicht.

Tobias’ Tipps für eine gute Gartenplanung

Pflanzenwahl

  • Ungiftig und robust: Hainbuche, Vinca (Immergrün), Potentilla, Weigelie
  • Pflegeleichte Blühpflanzen: Storchschnabel, Frauenmantel

Bepflanzung

  • Wenige Arten in Gruppen pflanzen, das wirkt harmonischer.
  • Nicht zu viele Pflanzen setzen.
  • Faustregel: fünf bis neun Stauden pro m².
  • Stauden nach Höhe anordnen: vorne niedrig, hinten hoch.
  • Gleiche oder kontrastreiche Farben kombinieren.

Sicherheit und Sichtschutz

  • Für rutschfeste Wege eignen sich rauer Naturstein wie Porphyr oder Betonpflastersteine.
  • Schnellwachsende Sträucher wie Bauernjasmin oder Teufelsstrauch schaffen Rückzugsorte.
  • Auch Sichtschutzstreifen am Zaun können sinnvoll sein.

Nachhaltigkeit

  • Stein oder Holz wiederverwenden, zum Beispiel:
  • alte Fensterrahmen als Rankhilfe oder für vertikale Beete
  • dicke Äste als rustikale Beeteinfassung
  • alte Steine oder Pflasterreste für Mähkanten
  • Begrünter Sichtschutz lässt sich auch aus alten Paletten oder Holzlamellen umsetzen.
Von: Bundesland Oberösterreich

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