1000 Mitglieder Ein Meilenstein – und ein Abschied, der Eindruck hinterlässt
Manfred „Mandi“ Tanner verlässt nach 27 Jahren den Maschinenring Flachgau
„Es ist komisch. Ein wenig seltsam. Nach 27 Jahren gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“ – Mit diesen Worten beschreibt Manfred „Mandi“ Tanner den Moment, in dem er sich entschloss, dem Maschinenring Flachgau Lebewohl zu sagen. 27 Jahre, in denen er nicht nur Geschäftsführer war, sondern ein Visionär, Gestalter, Möglichmacher – und ein Mensch, der für den Maschinenring und seine Mitglieder lebte.
Der Beginn: Ein Schreibtisch über der Garage
Es war 1998, als Mandi Tanner zum Maschinenring kam: Bei einer Kirchenweihe sprach seine Mutter mit dem damaligen Geschäftsführer Vinzenz Spatzenegger – er ermutigte Mandi, sich zu bewerben. Mit einer handgeschriebenen Bewerbung (die er heute noch aufbewahrt), inklusive einer Aufgabenstellung über eine Betriebsreportage, entschied sich der Vorstand für Manfred und dieser trat er schließlich seinen Dienst als Agrar-Verantwortlicher an. Damals bestand der Maschinenring Flachgau aus zwei Personen: Geschäftsführer Spatzenegger und Mandi Tanner. Ein kleines Büro über der Garage genügte – zunächst. „Wir haben unsere im Word-Dokument geschriebenen Service-Rechnungen noch auf einer breiten Fensterbank gesammelt, danach gestapelt. Irgendwann war die einfach zu klein.“ 2006 übernahm Mandi die Geschäftsführung. Ein Moment, der von Respekt und auch etwas Unsicherheit geprägt war: „Ich hatte große Bedenken – plötzlich war da niemand mehr, den ich um Hilfe fragen konnte. Aber es hat funktioniert“
Die Entwicklung: Von zwei auf dreiundzwanzig
Was folgte, war eine Erfolgsgeschichte. Heute zählt der Maschinenring Flachgau 23 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, im gesamten Bundesland Salzburg sind es knapp 100. Das Büro wuchs mit: Vom Raum über der Garage zu zwei neuen Büroräumlichkeiten und schließlich zu einem ganzen Haus. Auch wirtschaftlich legte der Ring stark zu – aus einigen hunderttausend Schilling im Service wurden mehrere Millionen Euro. „Im Jahr 2019 erreichten wir erstmalig einen Gesamtumsatz im Flachgau über alle 3 Bereiche von mehr als 10 Mio. Euro“, erzählt Mandi.. Vor zwei Jahren folgte das neu errichtete Maschinenring-Gebäude in Seekirchen. Für Mandi ein ganz besonderer Meilenstein: „Da dachte ich mir: Jetzt sind wir wirklich jemand.“ Doch nicht nur das Team wuchs, auch die Geschäftsfelder. Vom anfänglichen Fokus auf Winterdienst, Mähen und Bäume fällen, Kanal- und Grubendienst hat sich der Maschinenring Flachgau zu einem umfassenden Dienstleister entwickelt – mit Gartengestaltung, Maschinengemeinschaften, Energiemanagement, Betriebsmittel, ja sogar Bodenproben bis hin zu einem Komplettanbieter. Heute gibt es alleine in Flachgau 23 Maschinengemeinschaften.
Die große Zahl: 1000 Mitglieder
Wenn Mandi eine Zahl nennen soll, auf die er besonders stolz ist, kommt die Antwort prompt: „Der Moment, als wir die 1000-Mitglieder-Marke überschritten haben – das war intensiv und hat mich richtig stolz gemacht.“ Die 1000 ist mehr als eine Zahl. Sie steht für Vertrauen, für gelebte Gemeinschaft und für eine beeindruckende Entwicklung, die Mandi in seiner Zeit als Geschäftsführer mitgestaltet hat. Auch wirtschaftlich hat sich der Ring vervielfacht: „Im Servicebereich haben wir damals einige hunderttausend Schilling gemacht, heute sind es mehrere Millionen Euro – besonders im Leasingbereich.“ Der Maschinenring Flachgau hat sich von einem kleinen Zwei-Mann-Betrieb zu einem leistungsfähigen Partner für Landwirte und Kommunen entwickelt.
Der Mensch im Mittelpunkt
Trotz aller Zahlen und Erfolge war für Mandi eines stets das Wichtigste: die Menschen. „Mir war Ehrlichkeit wichtig – und der Umgang auf Augenhöhe.“ Mit dieser Haltung prägte er nicht nur den Maschinenring, sondern auch das Teamgefüge und die eizigartige Zusammenarbeit. Die intensive Salzburg-weite Kooperation der letzten Jahre nennt er als weiteren persönlichen Höhepunkt: „Als wir die Strukturen zusammengeführt haben – das war eine enorme Erleichterung und hat uns viel näher zusammengebracht.“ Was bleibt – und was kommt
Abschließend bleibt ein Gefühl der Dankbarkeit – auf beiden Seiten. Der Maschinenring Flachgau verliert mit Mandi Tanner nicht nur einen langjährigen Geschäftsführer, sondern auch einen Motor, einen Impulsgeber, einen, der Dinge nicht nur verwaltet, sondern sie vorangetrieben hat. Und vielleicht wird es auch für ihn noch den einen oder anderen Tag geben, an dem er auf die große Zahl 1000 zurückblickt – und sich denkt: „Ja, das haben wir gut gemacht.“