50 Jahre Maschinenring Tennengau
Gemeinsam gewachsen, gemeinsam stark
Was 1976 mit 59 Mitgliedern begann, ist heute eine starke, regional verwurzelte Gemeinschaft mit 695 Mitgliedsbetrieben. Rund 400 Gäste feierten am Sonntag, 23. August 2026, im Lunzensteinbruch in Kuchl das 50-jährige Bestehen des Maschinenring Tennengau. Mitglieder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Dienstleisterinnen und Dienstleister, Partner, Familien, Freunde und zahlreiche Ehrengäste blickten gemeinsam auf fünf Jahrzehnte Entwicklung zurück.
Aus bäuerlicher Selbsthilfe entstand eine starke Gemeinschaft
Am 9. April 1976 wurde der Maschinenring Tennengau im Gasthof „Zur Goldenen Traube“ in Golling gegründet. 59 Mitglieder legten damals den Grundstein für eine Idee, die bis heute trägt: Maschinen gemeinsam nutzen, sich gegenseitig bei der Arbeit unterstützen und bäuerliche Familien entlasten.
In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der Maschinenring stetig weiter. Heute zählt der Maschinenring Tennengau 695 Mitgliedsbetriebe und 11 Personen im Büroteam. Der Agrarbereich ist nach wie vor das Fundament. Darüber hinaus ist der Maschinenring unter anderem in den Bereichen Grünraum und Garten, Winterdienst, Objektbetreuung, Personaldienstleistungen sowie Technik und Energie tätig. Trotz dieser Entwicklung sind zentrale Werte gleich geblieben: Verlässlichkeit, Handschlagqualität und regionale Nähe.
Rückblick und Blick in die Zukunft
Beim Festakt spannten Obmann Andreas Höllbacher und Geschäftsführer Anton Hofstätter den Bogen von den Anfängen bis zu den aktuellen Entwicklungen und Zukunftsthemen des Maschinenring Tennengau. Grußworte überbrachten Bezirksbauernkammer-Obmann Florian Brunauer, Bezirksbäuerin Gertraud Ziller und Maschinenring Salzburg Landesobmann Thomas Ließ. Zahlreiche weitere Ehrengäste aus dem Bezirk sowie Vertreterinnen und Vertreter benachbarter Maschinenringe nahmen am Jubiläum teil.
Danke für jahrzehntelangen Einsatz
Ein wichtiger Teil des Festakts war jenen Menschen gewidmet, die den Maschinenring Tennengau über viele Jahre begleitet und geprägt haben. Zahlreiche langjährige Dienstleister wurden für ihre Verbundenheit und ihren verlässlichen Einsatz geehrt. Für mehr als 25 Jahre Einsatz wurden Josef Gumpold und Peter Schumacher ausgezeichnet, für mehr als 30 Jahre Johann und Sebastian Eßl. Anton Hager, Rupert Struber sowie Rupert und Christian Klappacher sind seit mehr als 35 Jahren im Einsatz. Auf mehr als 40 Jahre Zusammenarbeit können Matthias Lang und Thomas Steingaßner zurückblicken.
Eine besondere Ehrung erhielten außerdem Geschäftsführer Anton Hofstätter und die langjährige Mitarbeiterin Brigitte Winkler für jeweils mehr als 25 Jahre Einsatz für den Maschinenring. Für Brigitte Winkler war die Auszeichnung zugleich mit einem persönlichen Übergang verbunden: Nach vielen Jahren beim Maschinenring tritt sie nun in den Ruhestand. Die Ehrungen machten deutlich, dass die Geschichte des Maschinenring Tennengau vor allem von Menschen geschrieben wurde, die Verantwortung übernommen, mitgearbeitet und über Jahrzehnte gemeinsam angepackt haben.
Mähtechnik früher bis heute
Wie stark sich die Landwirtschaft in 50 Jahren verändert hat, wurde bei der Maschinenausstellung und den Vorführungen besonders anschaulich. Unter dem Motto „Mähtechnik früher bis heute“ trafen historische Arbeitsweisen auf moderne Erntetechnik. Ein besonderer Höhepunkt waren die Vorführungen mit Pferdegespannen. Mähen mit dem Fingermähwerk, Kreiseln beziehungsweise Wenden und Schwaden wurden mit Pferdekraft gezeigt. Im direkten Vergleich mit moderner Landtechnik wurde sichtbar, wie stark sich Arbeitsweisen und Technik in der Grünlandbewirtschaftung über die vergangenen Jahrzehnte entwickelt haben.
Ein Familienfest für alle Generationen
Bei bestem Sommerwetter wurde das 50-jährige Bestehen zu einem Fest für alle Generationen. Für die jüngsten Gäste standen Kinderschminken, Hüpfburg und Spiele auf dem Programm. Auch ein Schätzspiel sorgte für Spannung. Zusätzlich gab es ein Gewinnspiel unter allen angemeldeten Besucherinnen und Besuchern. Die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner konnten ihre Preise noch direkt beim Jubiläumsfest entgegennehmen. Vor allem bot der Tag viel Zeit für Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Erinnerungen. 50 Jahre nach der Gründung zeigte das Jubiläum, wie aktuell der ursprüngliche Gedanke des Maschinenring geblieben ist: gemeinsam Lösungen zu schaffen, sich gegenseitig zu unterstützen und die Region zu stärken.