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MR Salzburg - Renaturierung von Steilflächen im Krankenhaus Schwarzach: Was an Schönheit da ist, darf wachsen!

Die Geschäftsführerin des Krankenhauses Schwarzach Rosa Laner (Schwester Katharina) mit Maschinenring Gärtnermeister Robert Gloner bei der Begehung des renaturierten Freigeländes und bei der Pflanzenbestimmung.Die Geschäftsführerin des Krankenhauses Schwarzach Rosa Laner (Schwester Katharina) mit Maschinenring Gärtnermeister Robert Gloner bei der Begehung des renaturierten Freigeländes und bei der Pflanzenbestimmung.

 

Das Kardinal Schwarzenberg’sche Krankenhaus in Schwarzach ist mit mehr als 500 Betten, 13 Primariaten und mehr als 1.350 Mitarbeitern das zweitgrößte Krankenhaus des Bundeslandes Salzburg. Es ist durch seine hohe Qualität in der medizinischen und pflegerischen Versorgung geprägt und bei der Bevölkerung sehr geschätzt.

 

Das Krankenhaus ist eine Einrichtung der Barmherzigen Schwestern mit einer bereits über 170-jährigen Tradition, die sich an christlichen Werten orientiert. Seit seiner Gründung gehört es zur Philosophie des Hauses, kranken Menschen – über eine optimale körperliche Versorgung und Behandlung hinaus – mit großer Achtung und Liebe zu begegnen.

Unmittelbar nach den Schlägerungen (linkes Bild) am sehr steilen Hang war noch nicht abzusehen, dass sich die Natur in sehr kurzer Zeit in enormer Artenvielfalt selbst erneuern würde (rechts).Unmittelbar nach den Schlägerungen (linkes Bild) am sehr steilen Hang war noch nicht abzusehen, dass sich die Natur in sehr kurzer Zeit in enormer Artenvielfalt selbst erneuern würde (rechts).

 

Den Patienten und Besuchern stand bisher nur ein eingeschränkter Freibereich für Spaziergänge und Bewegung in frischer Luft zur Verfügung. „Deshalb war es uns ein Anliegen, den Nordhang hinter dem Krankenhaus zu rekultivieren und begehbar zu machen“, so Geschäftsführerin Rosa Laner (Sr. Katharina), die selbst eine große Naturliebhaberin und Kennerin der heimischen Pflanzenwelt ist. „An diesem Ort wird mittelfristig ein Raum der Begegnung für Patienten, Besucher und Mitarbeiter entstehen. Zuerst mussten wir allerdings im April die vom Käfer befallenen Fichten und Föhren allesamt fällen lassen. Danach starteten wir mit dem Maschinenring ein Projekt zur Naturverjüngung und Begehbar-Machung des Areals. Im Zuge der Arbeiten wurden zwei Grotten wiederentdeckt, eine davon wird auch bald wieder zu bewundern sein. Jetzt schon erschließt ein neu angelegter Weg die verschiedenen Bereiche, wozu auch ein alter, bereits renovierter Pavillon und eine kleine Panoramaterrasse mit Sitzbank gehören werden.

 

Schwester Katharina: „Gemeinsam mit den Grünraumprofis des Maschinenring haben wir am Beginn die bestehende Pflanzenvielfalt analysiert. Die schon vorhandenen heimischen Baumarten, wie Ahorn, Esche, Eibe und auch Nussbäume wurden als Wildaufwuchs speziell markiert. Diese dürfen sich in den nächsten Jahren zu stattlichen Bäumen auswachsen. Dadurch wird mittelfristig ein kleiner Wald entstehen, in dem auch heimische Wildpflanzen wie die Felsenbirne, Hartriegel und diverse Beerensträucher als Unterpflanzung leben dürfen. Einige Wildstauden kommen durch Samenanflug sicher hinzu, wodurch sich ein buntes Bild ergeben wird. Dazu gehören u.a. Glockenblumen, Königskerzen oder Farne. Ergänzt wird das Ensemble durch die Ansaat von Sonnenblumen. Außerdem werden Genusspflanzen wie Himbeeren, Stachelbeeren oder Ribisel im Naschgarten angepflanzt, was zum Sammeln und Verkosten anregen soll.“

 

Robert Gloner, Maschinenring-Gärtnermeister: Als Projektleiter des Maschinenring zeigt sich Robert Gloner sehr angetan: „Uns hat die Zusammenarbeit mit der besonders naturverständigen Geschäftsführung des Krankenhauses sehr große Freude bereitet. Die Erneuerung und Belebung des steilen Hanges ist von den Arbeitseinsätzen her eine große Herausforderung. Die Auspflockung der Baumsämlinge und Jungbäume wurde so gewählt, dass ein entsprechender Pflanzenabstand das gesunde Wachstum der Bäume garantiert.

Im Rahmen von regelmäßigen Pflegedurchgängen achten wir nun darauf, dass die schnellwüchsigen Arten in Zaum gehalten werden, damit auch schwächere Pflanzen aufkommen können. Durch das extrem steile Gelände führen nun Steige und Wege, die wir mit Zäunen und Handläufen gesichert haben. Die Wegführung kontrollieren wir im Rahmen der kontinuierlichen Pflegeeinsätze.“

 

Haben Sie gewusst, dass im KH Schwarzach …

… im Winter 2015/16 rund 5.000 Ski- und Snowboardunfälle behandelt wurden?

… im Jahr 2015 bei 1052 Geburten (davon 15 Zwillingsgeburten) 1067 Kinder zur Welt gebracht wurden?

… jährlich ca. 30.000 Patienten stationär und ca. 70.000 ambulant behandelt werden?

… mehr als 1.350 Menschen arbeiten und das Haus damit der größte Arbeitgeber im Pongau, Pinzgau und Lungau ist?